Leider
gibt es hinsichtlich der Anfänge des organisierten Sports
in Großlehna/Altranstädt keine detaillierten Informationen
und Aufzeichnungen, so daß der heutige Einstieg in die
Geschichte des Vereines nur dank der Erinnerungen einiger
"alter" Vereinsmitglieder möglich wurde.
In Altranstädt lagen die fußballerischen Anfänge
am Ende des Jahres 1928, vorher wurde hier hauptsächlich
Raffball gespielt. Als Sportplatz wurde die Grube am Denkmal
bis 1929 genutzt, bis dann durch Kauf des Geländes von
Bernhard Kitze ( jetziges Gelände des Kindergartens hinter
der Gaststätte Haugk) eine neue Sportanlage geschaffen
wurde. Jedes Vereinsmitglied hat sich zu diesem Zeitpunkt
an der Finanzierung mit mindestens 9 Reichsmark beteiligt.
So wurden 2 Spielserien in der Kreisklasse durchgeführt,
bis es dann zur Trennung kam. Es entstanden der KPD-Verein
"ROT-SPORT ALTRANSTÄDT" unter der Leitung von
Arthur Haugk, die weiter auf dem bisherigen Sportplatz spielten
und der SPD-Verein "FREI-HEIL ALTRANSTÄDT"
unter der Leitung von Paul Diecke, die auf einem ehemaligen
Feld von Fritz Bothin spielten ( Nahe dem jetzigen Sportplatz).
Mit der Machtübernahme der Nazis waren beide Vereine
mit ihrer Parteienbindung nicht mehr erwünscht und es
kam zu einem erneuten Zusamenschluß zum TSV Altranstädt.
Die Leitung übernahm damals der Sportfreund Otto Böhmisch.
Diese Mannschaft spielte in der Kreisklasse Merseburg (Vereinsfarben
blau/weiß) und setzte sich 1936 wie folgt zusammen:
hintere Reihe von links: Reinhold
Zimmermann; Willy Röber; Gerhard Klepzig; Erich Böhm;
Werner Brettschneider; Gerhard Strehkitz; Kurt Hempel; Kurt
Röber
vorn kniend: Fritz Pöhlandt; Kurt Kiez; Kurt Rosenkranz
Die
Fußballer der SG Großlehna ( Vereinsfarben gelb/schwarz
), die ebenfalls Ende der zwanziger Jahre des vergangenen
Jahrhunderts mit dem organisierten Sport anfingen, hatten
ihre Sportanlage in der Kiesgrube in Richtung Kötzschau
( Birkenwald ) und spielten in der 2. Kreisklasse Merseburg.
In dieser SG dominierten aber eher die Schachspieler und Ringer,
die auch die größeren sportlichen Erfolge zu verzeichnen
hatten.
Während des 2. Weltkrieges fand kein Wettkampfbetrieb
statt, so daß es auf Initiative von Arthur Haugk Mitte
1946 zu einem Neuanfang kam.